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Die richtige Schuh- und Lederpflege

Wie sieht es eigentlich bei euch mit der Schuh- und Lederpflege aus?

  

Habt ihr eure Schuhe überhaupt schon einmal geputzt oder sie wie guten Hundeleinen poliert/geölt? Seit ihr vielleicht sogar eher der Typ "ist mir egal"?

Wenn man gute Lederprodukte wie Schuhe, Leinen, Geschirre oder Sättel hat, sollte man diese auch richtig pflegen und putzen. Gerade die guten Lieblingslederschuhe, möchten entsprechend gepflegt werden. Natürlich gibt es auch für Stoffe gute Reinigungsprodukte.


Da sich in meinem Blog alles rund um den Fuß dreht, werde ich hier hauptsächlich auf den Bereich Schuhe eingehen. Man kann die Pflege natürlich auch auf anderen Lederprodukten einsetzen, die einer ähnlich starken Beanspruchung ausgesetzt sind.

Für die Reiter/-innen unter uns, habe ich weiter unten noch einen kleinen Beitrag zu dem Thema Pferdesättel angefügt.

 

Für die Lederpflege sollte man nicht jedes X-beliebige Produkt wählen, da man hier seinen Schuhen oder Lederstücken (z.B. Tierleinen, Halsbändern und auch Sätteln) keinen Gefallen damit tut. Es macht auf jedenfall Sinn, dass man sich einmal die etwas besseren Produkte anschaut. Natürlich sind die besseren Produkte ein kleines bisschen teurer, aber dafür macht es qualitativ einen riesen Unterschied. Eure geliebten Lederstücke sollen ja auch möglichst lange halten.

Bedeutung der richtigen Lederpflege

Wenn man bereits Lederprodukte wie Schuhe, Sättel, Leinen oder Geschirre besitzt, dann sollte man diese auch pfleglich behandeln und dafür sorgen, dass sie möglichst lange halten.

In der Regel sind gute Schuhe/Stiefel oder auch Sättel in der Anschaffung etwas teurer, deshalb ist die richtige Pflege umso wichtiger.

 

Für die meisten von uns bedeutet Schuhpflege, dass man einfach den Dreck abwischt, mit einer Schuhcreme drüber putzt,den Schuh poliert und fertig. Aber hinter der richtigen Pflege steckt so viel mehr.

 

Den besten Zustand haben alle diese guten Lederstücke, wenn wir sie gerade gekauft und zuhause ausgepackt haben.  

Wir kaufen diese natürlich nicht, um sie dann irgendwo in einem Schrank oder einer Vitrine zu parken, sondern wollen diese auch benutzen. Das Geld hätte man sich sonst auch direkt sparen können.

 

Nach einer gewissen Zeit der Nutzung, weisen eure Gebrauchsgegenstände dann erste Verschleißspuren auf, dies lässt sich auch gar nicht verhindern. Hier fängt jetzt euer Part an. Um möglichst lange den nahen Ursprungszustand eurer Lieblingsstücke zu erhalten, bedarf es einer gewissen Pflege, denn nur so habt ihr lange Freude daran und sorgt für eine gute Langlebigkeit.

 

Die meisten von euch denken jetzt wahrscheinlich "will er aus dem Thema Schuhe putzen jetzt eine Doktorarbeit machen"? Nein natürlich nicht, ich will euch nur mal einen Einblick geben was man alles machen kann, damit eure Lieblingsstücke auch lange so schön bleiben wie am ersten Tag. 

Das Sortiment an Schuhcreme's, Poliermittelchen, Tuben, Sprays oder sonstigen Wundermitteln ist natürlich riesig. Die Preisspanne derer ebenso.

Ganz so kompliziert wie es sich anhört, ist es aber nicht, wenn man sich einmal ein wenig damit auseinandersetzt und vergleicht, sowie vielleicht ein wenig einliest. Man braucht für seine Schuhpflege aber gar nicht viel um es richtig zu machen.

 

In den meisten Fällen genügt es mit einem guten Schuhwachs und eine qualitativ hochwertige Schuhcreme für den Erhalt der leuchtenden frischen Farbe zu sorgen. Ersteres schützt das Leder und führt zu einem wunderschönen Hochglanz. Die Schuhcreme oder in meinem Artikel auch "Schuhpomade" genannt, sorgt für die Tiefenpflege und Farbauffrischung. Für den Start fehlen nur noch ein Schuhputztuch, sowie ein paar verschiedene Bürsten und schon kann es los gehen.

 

Ich möchte euch in diesem Bericht auch eine Marke für solche Mittel wie Schuhwachs, Schuhpomade oder Lederfette vorstellen. Ich selbst benutze diese beruflich, sowie auch im privaten Bereich und wenn ihr mich nach meiner Meinung fragt, gibt es da fast keine bessere Marke. Preislich ist dies ein klein wenig teurer, aber man benötigt deutlich weniger von den Mitteln und kommt somit länger damit aus. Es pflegt deine Schuhe, Taschen oder auch andere Lederprodukte und gibt ihnen einen neuen Glanz.

 

Also wenn ihr euch wundert, warum immer wieder dieser Markenname auftaucht, liegt es daran, dass sie einfach eine premium Schuhpflegemarke ist. Wie immer, empfehle ich nur Marken, von denen ich persönlich überzeugt bin. 

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Firma Freyersfeld Vertriebsgesellschaft mbH für die mir, für diesen Beitrag zur Verfügung gestellten Fotos bedanken.

 

Wenn ihr an Lederpflege denkt, fallen euch meistens nur die gängigen Produkte wie Schuhcreme , Bürsten und vielleicht ein Putztuch ein. Es gibt aber auch eine andere Art von Pflege. Gerade im Bereich der Schuhe kann man noch viel mehr tun. Die Schuhpflege beginnt quasi schon beim Schuhkauf. Es fängt schon bei der Überlegung an, welche Schuhform es für meinen Fuß überhaupt sein soll. Wenn ich nach der Natur gehe, sollte diese nicht zu schmal sein. Nicht jeder kann mit Barfußschuhen ins Büro gehen, auch wenn es hier mittlerweile super Alternativen gibt. Man tut sich persönlich keinen Gefallen damit, wenn die Füße sich anatomisch verändern, weil man ein zu schmales und zu kurzes Schuhwerk trägt. Das ausdrücken der Schuhe durch die Zehen schadet euren Schuhen, wie auch zu lange Schuhe Gehfalten bilden können, an der das Oberleder später reißen kann.

 

Zuhause sollte man sich überlegen, ob es vielleicht Sinn macht, die Schuhe mal mit einem Schuhlöffel anzuziehen, um die Ferse des Schuhs zu schützen, die bei dem Abrieb durch das eindringen der Ferse in den Schuh immer weiter Schaden nimmt. Des Weiteren kann man mit einem richtigen Schuhspanner am besten aus Holz für die Formstabilität des Schuhs sorgen.

 

Wichtig und nicht zu unterschätzen sind auch regelmäßige Tragepausen, um für ein gutes Fußklima zu sorgen. Es gibt nichts schlimmeres für Leder als Fußschweiß, denn hier kann das Leder mit der Zeit hart und brüchig werden.

Warum sollte ich meine Lederschuhe überhaupt pflegen?

Um ein optisch einwandfreies Erscheinungsbild der Schuhe zu wahren, sowie der benutzen Materialien und den damit verbundenen Tragecomfort unserer Schuhe zu erhalten, ist es quasi unabdingbar, regelmäßig seine Schuhe zu putzen und zu pflegen.


Gerade einer der wichtigsten Punkte, wie die Materialpflege wird gerne vergessen und sorgt für Ärgernis, wenn die Schuhe nicht lange halten, dabei waren diese doch so teuer. Dabei kann auf Dauer nur die Pflege des Leders seine Geschmeidigkeit, aber im besonderen auch die Wasserdampfdurchlässigkeit bewahren. Außerdem wird der Schaft gegen äußere Feuchtigkeit und mechanische Beschädigungen geschützt.

 

Damit ich meine Schuhe auch gerne und oft trage, ist die Schmiegsamkeit, das Wohlbefinden eines Fußes im Schuh, sowie das Schuhklima für ein angenehmes Tragegefühl äußerst wichtig.

 

Allerdings ist das Erscheinungsbild der Schuhe nicht weniger wichtig, wie die normale Körperpflege, denn Menschen werden durchaus nach dem Zustand ihrer Schuhe beurteilt (dies sehe ich täglich bei meinen eigenen Patienten). Aber nicht nur optisch wertet die richtige Pflege einen Schuh und dessen Ledersohle auf, sondern sie verleiht ihm zudem eine wesentlich höhere Lebenserwartung.

 

Wie pflege ich Schuhe aus Glattleder richtig?

Ich werde hier einmal etwas genauer auf die Pflege von Glattleder eingehen. Es gibt natürlich nicht nur u.a. Schuhe oder Taschen aus Glattleder, sondern auch ganz andere Lederarten wie z.B. Fettleder, Shell Cordovan, Rau/Wildleder, Sneaker/Stoff. Hierzu möchte ich euch die Internetseite der Marke BURGOL ans Herz legen. Diese Marke vertreibt nicht nur super tolle Lederpflegeprodukte, sondern geht auch ganz detailliert  auf jede eigene Ledervariante ein und erklärt euch, wie man bei der entsprechenden Pflege vorgehen sollte. 

 

Besser und noch genauer als dort, kann ich es euch gar nicht mehr erklären.

 

Hier der Link zu Seite: https://www.burgol.de/de/schuhpflege

 

Bei den Glattlederschuhen gehen wir in der Regel von Rind- oder Kalbsleder aus. Es gibt auch eine ganze Reihe von Kunstlederschuhen, bei denen man leider nur bedingt etwas reparieren kann, hier hängt viel davon ab, ob es stark beschädigt wurde oder nicht.

      

Auch bei Glattleder gibt es Unterschiede in der Art der Pflege.

Offenporiges Leder reagiert stärker auf Pflegemittel. Stark gefärbtes Leder, lässt durch seine starke Farbschicht auf dem Leder kaum noch Pflegemittel bis zum Leder durchdringen. Dazwischen gibt es noch viele Abstufungen von sehr stark gefärbt bis hin zu wenig/überhaupt nicht gefärbt. Allerdings sind die meisten Leder zu mindestens ein wenig gefärbt.

Deshalb prüft bitte IMMER, zuerst an einer nicht so stark sichtbaren Stelle, wie euer Leder mit dem Pflegemittel reagiert.

 

Als nächstes gehe ich mit euch Schritt für Schritt durch, wie ihr Schuhe reinigt und pflegt.

 

Schritt 1: Die Schuhe säubern

 

Vor der Schuhpflege entfernt ihr zuerst die Schnürsenkel aus den Schuhen. Schuhspanner, wenn diese vorhanden sind, könnt ihr in den Schuhen lassen, so ist das Leder etwas gestreckt und die Pflegemittel erreichen das Leder besonders gut. Nur ordentlich saubere Schuhe können gepflegt werden. Nun befreit ihr die Schuhe von losem Staub oder Schmutz, dies geht am besten mit einer Bürste (hier eignet sich eine Rosshaarbürste). Die kurzen Rosshaare sind fest genug, um Staub und Schmutz zu entfernen, aber sanft genug zu den meisten Lederarten. Festsitzenden und wasserlöslichen Schmutz könnt ihr einfach mit einem feuchten Pflegetuch abwischen (hier könnt ihr auch handelsübliche Pflegetücher nutzen).

 

Schritt 2: Schuhleder pflegen

 

Leder wird im Laufe der Zeit trocken und spröde, durch die Umwelteinflüsse wird dieser Effekt noch verstärkt. Mit einer pflegenden Schuhcreme, führt ihr dem Leder pflegende Stoffe zu, haltet es geschmeidig und frischt die Farben auf.

Tragt die Schuhcreme zuerst an wenig zugänglichen Stellen, wie Verzierungen und die engen Stellen zwischen Schaftleder und Sohlenrand mit einer feineren, schmaleren Bürste (auch Tiegelbürste genannt) auf.

Auf die glatten Flächen tragt ihr die Schuhcreme mit dem Poliertuch auf. Mit dem Tuch könnt ihr die Schuhcreme sparsamer dosieren und etwas einreiben. Bei der Marke Burgol die ich hier immer wieder erwähne, heißt die Schuhcreme auch Schuhpomade.

Nach wenigen Minuten könnt ihr die Schuhe mit einer etwas längeren Rosshaarbürste auf Glanz polieren. Die Schuhcreme erzeugt einen seidenen Glanz.

 

Schritt 3: Schutz und Glanz für das Leder

 

Während die Schuhcreme für die Pflege des Leders in der Tiefe ist, sorgt Schuhwachs für hohen Glanz. Die Wachsschicht dient als zusätzlichen Schutz gegen das eindringen von Regen und Schmutz.

Jetzt tragt ihr mit einer schmalen, kleinen Bürste (die bitte nur genau hierfür benutzt wird) das Schuhwachs sparsam auf die kleinen, engen Stellen zwischen dem Oberleder und dem Sohlenrand (Rahmen) auf.

Auf die restlichen großen, glatten Flächen könnt ihr nun mit einem Poliertuch den Schuhwachs auftragen. Bevor ihr das ganze jetzt ordentlich mit einer Bürste (hier eignet sich am besten eine Rosshaarbürste mit einer Haarlänge von 22 mm oder 30 mm) auf Glanz bürstet, lasst ihr den Wachs nun einige Minuten antrocknen um den besten Effekt zu erzielen.

 

Schritt 4: noch etwas mehr Glanz?

 

Rosshaarbürsten tragen überschüssiges Schuhwachs ab und glätten die Oberfläche. Rosshaare hinterlassen in der Wachsschicht sehr feine Streifen, die mit den Augen kaum zu erkennen sind.

Mit einer Feinpolierbürste, der Bürste aus Ziegenhaar oder  einer Bürste aus Yakhaar, könnt ihr nun die feinen Streifen noch mehr aufpolieren, es entsteht ein noch viel stärkerer Glanz. Gerade bei Businessschuhen macht dies Sinn.

Für die erste Politur eignen sich die Feinpolierbürsten allerdings überhaupt nicht. Ziegen- und Yakhaare sind zu weich, um überschüssiges Schuhwachs abzutragen und im ersten Schritt zu glätten.

 

Letzter Schritt: Nachpolieren und spätere Schuhpflege

 

Wenn der Glanz nach einer bestimmten Tragezeit wieder nachlassen sollte, poliert ihr eure Schuhe mit einer Ziegenhaar- oder Yakhaarbürste. Falls sich die Wachsschicht auf dem Leder abgenutzt hat und sich nicht mehr aufpolieren lässt, tragt ihr einfach wieder eine dünne Schicht Schuhwachs auf und poliert die Schuhe, wie in der oben beschriebenen Schritt für Schritt Anleitung auf Glanz. Das könnt ihr immer und immer wieder durchführen.

 

Ihr müsst natürlich nicht jede Woche aufs neue Schuhcreme oder -wachs auftragen. Je nach Tragehäufigkeit und Umwelteinflüssen reicht es aus, diesen Vorgang alle paar Wochen zu wiederholen. So schnell trocknet das Leder nicht aus.

Oberlederpflege ist natürlich nicht alles !

Es ist natürlich schön und gut, das Oberleder immer zu pflegen, sowie geschmeidig zu halten. Allerdings bringt es nichts, wenn man die Schuhe so viel trägt, dass schon die Sohlen abgelaufen sind oder der Absatz irgendwelche Schäden genommen hat.

 

Hier bedarf es natürlich auch einer Art Pflege! Man sollte natürlich früh genug den Schuhmacher seines Vertrauens aufsuchen, damit der Schuh keinen Schaden nimmt oder die Reparatur doch recht kostspielig wird, weil die Sohle oder der Blockabsatz neu aufgebaut werden muss. Ich mache diese arbeiten natürlich sehr gerne, da leider immer weniger Menschen qualitativ hochwertige Schuhe mit richtigen Ledersohlen/Absätzen kaufen. Euren Geldbeutel schont dies natürlich nicht.

 

Das Geld könnt ihr euch sparen und vielleicht in die richtigen Pflegeprodukte wie Schuhpomade, Schuhwachs, Bürsten und Poliertücher anlegen. Gerne kann ich euch dazu natürlich auch beraten, falls da Interesse besteht.

Die richtige Ausstattung

Es gibt, wenn man sich mal etwas mehr hiermit beschäftigen möchte, eine Vielzahl an Bürsten, Tücher, Schuhspanner und vieles mehr. In meinem Beitrag habe ich ja immer wieder von Poliertüchern und Bürsten erzählt. Hier gebe ich euch mal eine kleine Zusammenfassung was es alles gibt. All diese Bürsten und Tücher kann man natürlich in den meisten Schuhmacherbetrieben oder beim Fachhändler kaufen. Ich stelle euch hier heute alles von der Marke Burgol vor, da ich selbst davon überzeugt bin. Dies ist keine bezahlte Werbung, sondern eine Empfehlung von mir an euch.

      

Schuhbürsten

 

- Kurzes Pferdehaar für Staub

- langes Pferdehaar für die erste Politur

- Ziegenhaar für den letzten Schliff im Glanz

 

WICHTIG!!!! Pro Lederfarbe ist je eine Bürste (eine für Schwarz, eine für Hellbraun, eine für Mittelbraun, eine für Dunkelbraun usw.) zu verwenden. 

 

Falls am Anfang noch keine Staubbürste vorhanden sein sollte, oder man mal unterwegs ist, tut es natürlich auch ein angefeuchtetes Tuch ( z. B Spültücher die ihr von zuhause kennt). 

Schuhputz- und Poliertücher

      

Man kann natürlich nie genug an Schuhputzlappen oder Tüchern haben. Sei es einfach nur zum abwischen von Dreck, zum abtrocknen nach einem Regentag oder vielleicht zum auftragen von Schuhcreme oder Schuhwachs. Die Firma Burgol bietet hier einige qualitativ hochwertige Pflege-/Putztücher an, die höchsten Ansprüchen gerecht werden.

 

Im nebenstehenden Bild seht ihr einmal das Poliertuch Super Gloss, welches sich durch seine lange Form hervorragend zum auftragen von Schuhwachs und Schuhcreme, sowie einer Wasserglanzpoliertur eignet. Es hat eine ganz feine Struktur und ist fusselfrei.

 

Das 2. Tuch im Bild mit dem rot gekettelten Rand ist das Premium Poliertuch, dies kann trocken und auch nass benutzt werden. Dies eignet sich hervorragend zum reinigen, nachpolieren oder Staub abwischen.

Kleine Bürsten (Rahmenauftragsbürsten)

 

Die kleinen Bürsten, die ich immer wieder angesprochen habe sind sogenannte Rahmenauftragsbürsten. Diese sind schön schmal und passen in die kleinen schmalen Ecken zwischen Oberleder und Rahmen/Sohle.

 

Zur Not kann man auch eine alte ausgediente Zahnbürste benutzen, wichtig ist, dass diese nur Naturborsten hat (haben aber leider die wenigsten).

 

Für Wildleder- (Rauleder-) Schuhe solltet ihr eine von den Multifunktionsbürsten oder Kreppbürsten benutzen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass eine der Seiten meistens aus Messingborsten besteht und die andere einen Nylon/Gummiaufsatz hat. Die Messingborsten holen den tiefsitzenden Dreck aus dem Leder und der Nylonbesatz entfernt den oberflächlichen Schmutz. Mit einer Kreppbürste, die übrigens generell bei feinen Nubukledern die Messingbürste ersetzten sollte, werden die Fasern des Leders wieder aufgerichtet und der oberflächliche Schmutz abgerieben.

Schuhcreme, Schuhwachs, Lederfett und Imprägnierung

      

Was zum Schluss natürlich nicht fehlen darf, sind die wichtigsten Bestandteile der Pflege. 

 

Schuhcreme

 

Die Schuhcreme dient zur Auffrischung der Farbe und erhält die Flexibilität des Leders. Bitte immer die passende Farbe zu deinem Schuh auswählen. Es reichen immer kleine Mengen auf dem Tuch um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.


Schuhwachs

 

Das Schuhwachs dient am Ende zur Versiegelung des Leders um gegen Schrammen im Leder vorzusorgen und nach der Politur sorgt es vor allem für den Glanz. Auch hier ist es wichtig die passende Farbe zu nutzen. Wenn es mal keine passende Farbe hierzu gibt, kann man farblos oder die nächst hellere Variante probieren.

 

Lederfett und Imprägnierung

 

Für Fettleder oder auch Outdoor Schuhe mit robustem Leder eignet sich das Lederfett, hier bedarf es eigentlich keinem Imprägnierspray mehr (diese schädigen auch unsere Umwelt sehr). Für Wildleder kann man hier die Wildlederpflege der Marke Burgol nutzen, diese wird mit einem Schwammkopf auf alle Wild-/Raulederarten aufgetragen.

 

Das Lederfett eignet sich auch hervorragend für den Bereich der Pferdesättel!

 

Pflege vom Leder des Pferdesattels

Jeder der reiten geht, kennt es. Nach einem schönen Ausritt folgt das lästige putzen des Reitzubehörs. Doch genauso wichtig, wie das striegeln eures Pferdes oder das auskratzen der Hufe, ist auch die gewissenhafte Pflege eures Equipments, damit man auch lange Freude daran hat. Eine komplette Reitausrüstung ist schließlich nicht gerade günstig.

 

Besondere Aufmerksamkeit sollte hier vor allem dem Sattel gelten, denn er ist meistens der teuerste und wichtigste Bestandteil der Ausstattung und besteht oftmals noch aus gutem Leder. 

      

Jeder der selbst Reiter ist weiß, wie schwierig und langwierig es sein kann, den passenden Sattel zu finden. Er muss bequem für Mensch und Tier sein, gleichzeitig auch noch optimal sitzen. Das sind viele Faktoren, die dazu führen, dass so eine Suche auch mal ein paar Wochen dauern kann.

 

Hat man sich dann, nach langem anprobieren, für einen entschieden, ist es wichtig, ihn regelmäßig gründlich zu säubern und in Stand zu halten, genau wie ein Auto oder auch die Schuhe braucht er regelmäßige Pflege. Das empfindliche Leder wird durch Schweiß und Dreck schnell trocken und kann porös werden.

 

Das kann gefährliche Konsequenzen haben: Denn wenn das Material einmal brüchig ist, kann der Riemen oder der Sattelgurt reißen. Deswegen ist eine sorgfältige Pflege unabdingbar.

 

Am besten ist es, wenn ihr nach jedem Ritt direkt mit einem feuchten Tuch den Schweiß vom Sattel wischt. So verlängert ihr schon mit minimalem Aufwand die Lebensdauer des Leders. Dazu solltet ihr mindestens alle zwei bis drei Monate eine ausführliche Reinigung mit anschließender Lederpflege durchführen. Beim putzen werden Dreck, Salzrückstände und Staub entfernt, das einfetten danach hält das Material geschmeidig und verringert die weitere Aufnahme von Wasser und Schweiß. 

 

Schritt 1: Den Sattel reinigen

 

Um den Sattel gründlich zu reinigen, muss er zuerst von grobem Dreck befreit werden. Am besten positioniert ihr, den Sattel auf einem Sattelbock, damit ihr alle Stellen problemlos erreichen könnt. Entfernt alle abnehmbaren Teile. Steigbügel und Co. müssen natürlich ebenfalls gesäubert werden.

 

Mit einem weichen Schwamm und klarem Wasser, solltet ihr zunächst den sichtbaren Schmutz entfernen. Mit etwas Sattelseife reinigt man dann die Sattelblätter auf der Ober- und Unterseite. Achtet immer darauf, dass die Zwischenräume, die Schweißblätter, sowie die Riemen und auch die Unterseite des Sattels gründlich mit Seife und Wasser geputzt werden.

 

Kleiner Tipp: Manche Stellen sind nur schwer erreichbar, dafür eignet sich eine weiche Zahnbürste (auch hier am besten mit Naturborsten zum Schutze des Leders)! Geht mit Steigbügel und Gurtstrupfen genauso vor. Wenn alle Stellen sorgfältig abgerieben sind, könnt ihr das Leder mit einem Wolltuch abwischen, damit es wieder trocken ist. Nun sollte der Sattel sauber und für den nächsten Schritt vorbereitet sein.

 

Schritt 2: Sattelpflege mit den passenden Produkten

 

Damit euer frisch gereinigter Sattel bis zum nächsten Mal sauber und gepflegt bleibt, muss er natürlich noch nachbehandelt werden. Dafür könntet ihr das oben beschriebene Lederfett verwenden, das ihr mit einem Tuch einfach dünn auf das Material auftragen und gleichmäßig verteilen solltet. Hier kann man die selbe Vorgehensweise anwenden, wie ich es euch bei den Schuhen oben schon erklärt habe.

Vergesst dabei nicht die Ecken und Riemen. Sattelgurt und Riemen sollten ebenfalls regelmäßig gefettet werden, damit sie lange strapazierfähig bleiben. Lasst das Fett ins Leder einziehen, bevor ihr den nächsten Ausritt macht. Schließlich soll das Pferd nichts davon abbekommen.

 

Im Nachgang könnt ihr den Sattel mit einem Poliertuch bearbeiten, damit er schön glänzt. Das wird besonders oft vor Reitturnieren gemacht. Lasst dabei aber auf jeden fall die Sitzfläche aus, damit ihr weiterhin einen festen Halt habt und nicht hin und her rutscht.

 

Um das Leder lange schön und geschmeidig zu halten, gibt es mittlerweile wirklich gute Pflegemittel. Ab und an empfiehlt es sich anstatt von Lederfett ein Lederöl zu benutzen. Es imprägniert das Leder und sorgt dafür, dass hartes und sprödes Leder wieder etwas weicher wird.

 

Die Sattelpflege muss nicht kompliziert sein! Mit diesen einfachen kleinen Hinweisen bleibt das Leder lange schön und widerstandsfähig. Damit ihr und eure Pferde lange Freude daran habt.

Fazit

Heute habe ich euch einen Einblick in die Schuh- und Lederpflege gegeben. Alles was wichtig ist, um dem Leder eine lange Lebensdauer zu garantieren, damit ihr auch lange etwas von euren guten Stücken habt.

 

Wir wissen, dass es kein Hexenwerk ist seine Schuhe oder den Sattel ordentlich zu pflegen, man muss es nur regelmäßig machen.

      

Falls ihr zu diesem Thema noch Fragen habt, könnt ihr euch natürlich gerne bei mir melden.

 

In der Überlegung ist es auch einen Online Shop zu errichten, in dem Ihr diese Lederpflegeprodukte über mich beziehen könnt, falls ihr daran Interesse habt, lasst es mich bitte wissen. Auch jetzt kann ich schon einige Artikel besorgen. Preise auf Anfrage.

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Der Blogger

Mein Name ist Patrick, ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe 2 wunderbare Kinder.

Ursprünglich wollte ich meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker machen, allerdings musste ich diese nach dem 1. Lehrjahr aufgrund einer Allergie gegen Öl- und Schmierstoffe abbrechen. Durch Zufall bin ich dann an meinen jetzigen Beruf geraten nachdem ich ein Praktikum gemacht hatte.

Das Ursprungsziel war es eine handwerkliche Ausbildung zu machen um danach zur Berufsfeuerwehr zu gehen, da ich dies ja schon ehrenamtlich mache, allerdings hat mich damals eine Sportverletzung zum umdenken gebracht.

Im Jahr 2006 habe ich meine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher begonnen und 2010 erfolgreich abgeschlossen. 

Nachdem ich dann über mehrere Arbeitgeber zu meinem jetzigen gekommen bin, habe ich gemerkt, dass dieser Beruf für mich einfach eine Berufung ist die mich voll und ganz erfüllt,  weil ich hier den Menschen helfen kann und meine Kreativität freien lauf lassen darf, deshalb war für mich klar, hier machst du deinen Meisterbrief.

Von 2013 bis Mitte 2021 war ich in einer Klinik eigenen Orthopädischen Werkstatt beschäftigt, in der ich seit meinem Meisterbrief 2015 die Schuhtechnik leitete und integrieren durfte. Die Klinik ist eine der führenden rheumatologisch/orthopädischen Fachklinik in Deutschland. Die Zeit in der Sendenhorster Klinik war für mich die prägenste Zeit, hier wurden alle meine jetzigen Interessen und die liebe zum Beruf in die richtigen Wege gelenkt. 


Allerdings hat es mich aus Familiären Gründen, sowie der beruflichen Weiterentwicklung im Sommer 2021 jetzt nach Unna in die Hansestadt geführt. Hier leite ich jetzt als Werkstattleiter die Orthopädieschuhtechnik.

Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Und genau das, kann ich jetzt an meine Patienten/Kunden weitergeben. 


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